Maria – Rosa Mystica

Madonnen in Wiener Kirchen
Das Wiener Dom- und Diözesanmuseum hat eine wunderbare Sammlung von gotischen Madonnen. Die Vielfalt ihrer Darstellungen ist ein Spiegelbild der Anliegen, die die Menschen an die Gottesmutter richten. In vorchristlicher Zeit gab es viele verschiedene Göttinnen, die für jede Lebenslage meist von Frauen konsultiert wurden. Sie waren für Geburt, Ehe, Alter und Tod Ansprechperson.

(c) Thomas Steinberger

Im männlich dominierten Christentum musste eine einzige Frau all diese Anliegen vertreten und so drückt sich in den vielen verschiedenen Mariendarstellungen diese Vielfalt der Zuständigkeit für bestimmte Lebenslagen aus. So ist die junge Frau in der apokalyptischen Madonna präsentiert, die Mutter und Königin in der gekrönten Frau der Lebensmitte mit Kind und die Frau jenseits der Fruchtbarkeitsgrenze als Pietà dargestellt. Viele andere Möglichkeiten werden uns bei dieser Führung noch begegnen.

Die Route dieser Führung beginnt mit dem Besuch des Dom- und Diözesanmuseums und verläuft entlang des Kirchenkreises der ehemaligen nördlichen Altstadtgrenze. Am Ende steht die liebenswürdige „Hausmutter von Wien“.

Treffpunkt: 1., Stephansplatz 6