Vom Basilisken zum Schmeckenden Wurm

Alte Sagen und Geschichten im Viertel um den Dom für Kinder und Erwachsene
Rund um den Dom gibt es zahlreiche Teufelssagen. Der Erzfeind der Stephanskirche suchte und versucht immer wieder, die Seelen der Menschen mit aller Raffinesse in seine Gewalt zu bringen. Davon künden die vielen symbolischen Abwehrmechanismen auf dieser alten Kirche. Ob nun Spirifankerl, Springginkerl und Luziferl den Dom systematisch seit Jahrhunderten zerstören wollen, ob ein Baumeister bei seinen Schwächen gepackt werden soll, ob ein Türmer zum Teufel geschickt werden soll, aber auch ob der Teufel wider Willen einem Unglücklichen zu seinem Glück verhilft, erzählen die alten Sagen. Und sie erzählen von Ungeheuern, von vorwitzigen Bürgern, von habgierigen Wirten, vom Allheilmittel Wein.

Immer sind Sagen an einen Ort gebunden. Was aber erzählen sie wirklich? Sagen sind durch viele Ohren, Hirne und Münder gegangen, oft Jahrhunderte lang. Daher erzählen sie Lebensweisheiten vieler Generationen. Und sie erzählen nicht, was wirklich passiert ist, sondern etwas über den Geist eines Ortes, über den Genius Loci.

Aus diesem Grund können Sagen, ähnlich wie Märchen, jeder Generation etwas anderes erzählen. Die Sagen am Ort der „Handlung“ erlebbar für Kinder und erfahrbar für Erwachsene zu machen, dazu lade ich bei dieser Führung ein.


Treffpunkt: Stephansdom, vor dem Riesentor



© Michael Seirer (http://www.seirer-photography.com )