Brunnen in Wien

Die schönsten Brunnen der Stadt mit ihrer Geschichte & ihren Geschichten
Der erste öffentliche Brunnen in Wien stand am Hohen Markt und wurde weniger für die Versorgung der Bevölkerung mit gesundem Trinkwasser errichtet, sondern für die Löschung der äußerst gefährlichen Stadtbrände. Immer wieder baute man Wasserleitungen, um die immer volkreicher werdende Stadt, vor allem aber die Klöster und Adelspalais mit Wasser zu versorgen. Wenn ein Brunnen errichtet wurde, wurde er immer repräsentativ geschmückt, er war wichtiger Teil der Stadteinrichtung, das Kommunikationszentrum eines Platzes. Zu jeder Zeit war der ständig plätschernde Brunnen aber auch belebendes Element im versteinerten Stadtgebiet oder auch in den strengen architektonischen Gärten der Barockzeit.

Die Wiener Brunnen wurden von berühmten Künstlern gestaltet: der Providentia- und der Andromeda-Brunnen von Georg Raffael Donner, der Vermählungsbrunnen von J.B. Fischer von Erlach, der Austriabrunnen von Ludwig Schwanthaler, der Witwe von Sarepta Brunnen von Franz Xaver Messerschmidt.



Die Geschichte der Brunnen ist immer auch eine Geschichte der Wasserleitungen. Wasser ist lebenswichtiges Element, belebendes Schmuckstück der Stadt, aber auch bedrohliche Gewalt. Ober- und unterirdische Gewässer, Landschaft gestaltend und das Stadtbild prägend fließen in unserer Stadt. Immer waren sie Schutz und Gefahr zugleich. Die Wiener haben das natürliche Wasser, das von den Wienerwaldbergen zur Donau fließt, immer sorgsam "unter den Teppich gekehrt", sprich: in unterirdische Kanäle verbannt. Dafür fließt Wasser in gezügelter Weise aus Drachen- und Fischmäulern, aus strahlenden Fontänen, wiederholt in spiegelnden Weihern großartige Architektur.

Treffpunkt: Ecke Mölkerstiege / Schottengasse